Die Bernhardshütte
1948: Johannes Ruby kommt als
Neupriester nach Villingen St. Fidelis. Die Kinder auf der Straße, derer er
sich annahm, erinnern ihn an seine Heimatpfarrei in Freiburg. Der
Gedanke/Wunsch, eine Hütte könnte für die Kinder- und Jugendarbeit hilfreich
sein, entsteht. Mit jungen Erwachsenen der Pfarrei, die einem solchen Vorhaben
volle Unterstützung zusagen, wird nach einem geeigneten Platz gesucht. In
Unterkirnach (Friedrichshöhe) fanden sie einen geeigneten Platz auf dem Gelände
von Bauer Weißer, der dem Vorhaben wohlgesonnen war.
1953: Nach dem „Weißen Sonntag“
1953 wird die alte Fideliskirche abgerissen; das Abbruchunternehmen überlässt
das brauchbare Material der Jugend, die alles Brauchbare auf die Friedrichshöhe
schafft. Nach Bauplanung und Genehmigung beginnen in den Sommerferien junge
Männer mit dem Ausheben der Baugrube. Vikar Ruby wird versetzt. Die Jugend
bittet ihn um weitere Unterstützung. In Schopfheim wird der „Verein
Bernhardshütte e.V.“ von Jugendlichen aus Schopfheim unter Federführung von
Vikar Ruby gegründet.
1954: Als die Hüttenbauer nach
dem Winter wieder zur Baugrube kamen, war sehr viel Erdreich in die Grube
nachgerutscht. Nach dem Entfernen des eingerutschten Erdreichs konnte mit den
eigentlichen Bauarbeiten unter der Leitung von Franz Klein begonnen werden. Die
Hüttenbauer kamen in jeder freien Zeit, um an ihrer Hütte zu bauen. Mit einem
Startkapital von 1200,– DM aus Landesjugendplanmitteln und Dank der guten
Kontakte von Herrn Ruby zur heimischen Industrie, zu Handwerk, Geschäftswelt
und zum Haus Fürstenberg, sowie vielen kleinen Spenden konnte die Hütte gebaut
werden.
1956: Am 02. September wird
die Hütte eingeweiht mit einem großen Fest. Die Hütte wird von der Jugend
angenommen, viele Gäste verbringen Wochenend- und Ferienfreizeiten im Haus.
1963: Herr Ruby, der bis dahin
von seiner Pfarrstelle in Weil-Friedlingen aus den Verein leitet, bittet die
Südstadtpfarrei St. Fidelis und die Pfarrkuratie St. Konrad, die Verantwortung
zu übernehmen.
1964: Nach vielen Sitzungen und
Beratungen zur Satzungsänderung des Vereins wird der Vereinssitz nach Villingen
verlegt. Pfarrer Stolz von St. Konrad übernimmt entsprechend der Satzung das
Amt des 1. Vorstandes, 2. Vorstand wird Herr Vikar Otto Doll von St. Fidelis.
Satzungsgemäß sollen alle Tätigkeiten ehrenamtlich ausgeführt werden.
1977: Auf Anordnung des
Wasserwirtschaftsamtes muss die Hauskläranlage erweitert und in eine
biologische Kläranlage ausgebaut werden. Die hauseigene Quelle versiegt. Eine
neue Wasserleitung und Pumpstation in den Wolfsdobel unterhalb der Hütte müssen
gebaut werden.
1980: Nach Planung und
Genehmigung der zuständigen Behörden wird die Bernhardshütte an- und umgebaut.
1982: Mit dem Hüttenfest im Juni
wird das Haus, mit größerer Küche, moderneren Toiletten, Waschraum mit Dusche
und 4 weiteren kleineren Schlafräumen eingeweiht und vermietet.
1995 wird mit dem Anbau eines
großen Spiel- und Aufenthaltsraums und darüber liegender Terrasse begonnen und
die Kläranlage mit einem Nachklärbecken versehen.
1996: Im Juni konnte mit der Feier zum 40-jährigen
Jubiläum der Hütte auch dieser Bauabschnitt in Betrieb genommen werden. Die
beiden Gemeinden St. Fidelis und St. Konrad freuen sich, dass sie die
Bernhardshütte haben. Alle 2 Jahre wird das Hüttenfest gefeiert, beginnend mit
einem Gottesdienst und anschließender guter Bewirtung und vielen Spielen für
Kinder.
2006: Die Gemeinden St. Fidelis
und St. Konrad feiern gemeinsam das 50-jährige Bestehen der Bernhardhütte.